Travel: Boston – zwischen Fischen und amerikanischer Geschichte

Travel: Boston – zwischen Fischen und amerikanischer Geschichte

Die unbekannte bekannte Stadt

Von New York ging es dann nach einer Woche weiter nach Boston. In meinem Bekanntenkreis gab es im Vorwege zu meinem Boston-Besuch sehr unterschiedliche Reaktionen. Von „Oh, super interessante Stadt“ bis zu „Kann man sich in Boston überhaupt was angucken?“ war alles dabei.

Ich war bereits vor 25 Jahren das erste Mal in dort – als Sprachurlaub. Danach folgten noch ein paar Besuche bei meiner damaligen Gastfamilie. Boston war also für mich keine ganz unbekannte Stadt. Ich muss allerding sagen, dass einen mit 18 andere Dinge interessieren, als über 20 Jahre später. Und so hatte ich einiges nachzuholen und aufzufrischen. Und war natürlich auch gespannt darauf, was sich im Laufe der Zeit alles verändert hatte.

Große und kleine Fische

Schon bei meinen früheren Aufenthalten in Boston gab es ein Highlight für mich, das ich immer wieder besuchte: das New England Aquarium. Ich kann gar nicht sagen, warum mich das Aquarium und die Fische so faszinieren, aber sie tun es. Und an meinem ersten Tag in Boston war das New England Aquarium meine erste Anlaufstation.

Besonders gefreut habe ich mich, dass Myrtle, die grüne Meeresschildkröte, nach all der langen Zeit immer noch in dem riesigen Meerestanks des Aquariums lebte und ich sie wieder beobachten konnte.

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Myrtle, die grüne Meeresschildkröte

Aber nicht nur das große Becken des Aquariums mit dem Korallenriff uns seinen Bewohnern ist interessant. Es gibt viele kleinere Aquarien, in denen die unterschiedlichsten Meerestiere leben und einige flachere Becken laden sogar dazu ein, Seesterne, Rochen & Co. zu berühren, was erlaubt ist.

Allerdings gab es etwas, das ich vor 20 Jahren – warum auch immer – nie gemacht hatte und das ich jetzt unbedingt nachholen musste: Eine Whale Watch Tour.

Diese Touren auf einem recht großen Schiff werden ebenfalls vom New England Aquarium organisiert. Jedem, der sich dafür interessiert, kann ich so eine Tour nur empfehlen.

Es dauerte zwar eine Weile, aber dann waren um das ganze Schiff herum Wale zu beobachten. Es war faszinierend, diese riesigen, aber eleganten Tiere in ihrer natürlichen Umgebung zu sehen. Leider sind meine Fotos nicht ganz so spektakulär. Es ist nämlich gar nicht so einfach, die Wale im Bild festzuhalten. Sie sind schnell und man weiß nicht, an welcher Stelle sie als nächstes wieder auftauchen.

Eine Whale Watch Tour ist auf jeden Fall ein Ereignis, das man nicht so schnell vergisst!

Die Wiege der amerikanischen Unabhängigkeit

Wie wir wahrscheinlich alle im Geschichtsunterricht lernen mussten, spielte sich ein großer Teil der amerikanischen Geschichte in Boston und Umgebung ab. Wer sich dafür interessiert, sollte unbedingt den Freedom Trail, einen Pfad durch das Zentrum Bostons, der mit roten Backsteinen auf dem Boden gekennzeichnet ist ablaufen. Der Freiheitspfad führt ca. 4 km entlang an 17 historischen Sehenswürdigkeiten. Angefangen am ältesten öffentlichen Park der USA, dem Boston Common, vorbei am Old State House, wo die Unabhängigkeitserklärung ausgerufen wurde, bis hin zum Bunker Hill Monument, das an die wichtigste Schlacht im Unabhängigkeitskrieg erinnert.

Ein Wal beim Fischfang
Der Freedom Trail in Boston
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Das Old State House
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Das Bunker Hill Monument in Charlestown

Sehr interessant sind auch die Boston Teaparty Ships & Museum. Bei einer Führung durch die Nachbauten von zwei der drei Teaparty Schiffen wird die Boston Teaparty nicht nur genauer erklärt, sondern auch nachgespielt und man darf „Teekisten“ über Bord ins Wasser werfen.

Doch Boston hat mehr zu bieten

Der Quincy Market liegt direkt neben der Faneuil Hall (auch eine Station des Freedom Trails). In der Mitte des Quincy Market gibt es eine Halle, in der Speisen und Getränke angeboten werden. Außen herum findet man viele Geschäfte und kleine Marktstände mit Souvenirs. Hier finde ich den Besuch im Weihnachts-Geschäft, welches das ganze Jahr geöffnet hat, immer wieder amüsant.

Kunstliebhaber sollten das Museum of Fine Arts besuchen. Im MFA gibt es für Kunst- und Geschichtsinteressierte sehr viel zu entdecken. Mir hat haben dort die Monet Gemälde – die größte Claude Monet-Sammlung außerhalb Paris – und die Ausstellungstücke aus dem alten Ägypten besonders gefallen.

Bei einer Tour durch das Fenway Stadium kann man etwas über dessen Geschichte und die Geschichte der Red Soxs, dem Baseball-Team aus Boston, erfahren.

Wer einfach nur durch die Stadt bummeln oder shoppen möchte, kann dies in der Newburry Street mit ihren High Fashion Stores sowie auch der Boylston Street, vorbei am Copley Square und der Public Library tun.

Einen wunderschönen 360 Grad-Ausblick über Boston und Cambridge hat man vom Prudential Building aus.

Apropos Cambridge: Hier liegt die berühmte Harvard Universität, die auch einen Besuch wert ist.

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Statur von John Harvard – nach ihm wurde die bekannte Universität in Cambridge benannt

Zum Ausruhen vom ganzen Sightseeing kann man sich entspannt im Boston Common oder dem Public Garden auf einer Bank niederlassen und die Passanten beobachten.

Wiedersehen mit alten Freunden

Natürlich durfte während meines Boston-Aufenthalts ein Besuch bei meiner früheren Gastfamilie in Reading nicht fehlen. Es war so aufregend und schön, sie alle wiederzusehen, einen Abend mit ihnen zu verbringen und neue Familienmitglieder kennenzulernen. Denn mittlerweile haben die Kinder von damals schon eigene. Ich hoffe, der Kontakt mit ihnen wird noch ganz lange anhalten und ich werde sie bald wieder sehen!

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Boston bei Nach vom Public Garden

Oh man, jetzt ist mein Text länger geworden, als ich es geplant habe und ich hätte noch deutlich mehr schreiben können.

Hoffentlich gefallen Euch meine Bilder und Informationen aus Boston und vielleicht habe ich Euch ja etwas für diese Stadt interessieren können und Ihr schaut selbst einmal dort vorbei.

Liebe Grüße,

Eure Tabea

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5 Gedanken zu „Travel: Boston – zwischen Fischen und amerikanischer Geschichte

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